Stefanie Gutmann Speermann und ihre Bilder
Stefanie Gutmann Speermann
Figurale Plastiken

Die Künstlerin
Stefanie Gutmann Speermann

„Die Idee meiner Kunst besteht darin, diese in einem kreativen Prozess lebendig zu machen.“

Stefanie Gutmann Speermann

Stefanies Schaffen

Schon immer hat mich die Kraft, Schönheit und Dynamik der Pferde fasziniert. In Skizzen habe ich die Bewegung und Anatomie der Pferde studiert; kleine Bronzeplastiken waren dann der erste Versuch, die Anmut und Eleganz dieser edlen Tiere dreidimensional darzustellen. Um jedoch die Leichtigkeit dieser kraftvollen Bewegungen lebensgroß ausdrücken zu können, entdeckte ich als Material Baustahl und Drahtgeflecht. Diese Konstruktion aus Maschendraht war ursprünglich als Grundlage für große Gipsfiguren gedacht. Dieses Gerüst war dann aber so überzeugend, dass es zur eigenständigen Plastik wurde. So habe ich der Gipsplastik die Materie genommen und nur das metallene Skelett und die Hülle gelassen. Durch Ihre Transparenz wirken die Skulpturen wie geisterhafte Wesen, die realistisch erscheinen, da sie offenbar lebendige Momente wiedergeben.

Die Beschäftigung mit dem Pferd in der Mythologie führte mich während des Studiums zu Pegasus. Pegasus, dessen Name Quellross bedeutet, stammt aus dem Blut der von Perseus, dem Sohn des Zeus, getöteten Medusa. Es ist ein schneeweißes geflügeltes Pferd, das als Symbol der Unsterblichkeit gilt. Die Eigenschaften, die diesem geflügelten Pferd zugeschrieben werden, haben mich zutiefst berührt. Als Pferd der Götterwelt trägt er das Licht der oberen Welt zu uns und verleiht Malern, Dichtern und Schauspielern künstlerische Inspiration. Er verkörpert auch die Überwindung der lähmenden langsamen todbringenden Kraft der Erde. Er fordert uns auf, die geistig-seelische Kraft in uns wahrzunehmen. Taucht der Pegasus im Traum auf, so bringt er dir Botschaften aus den Lichtwelten und fordert dich auf, deiner inneren Führung und deinem Gefühl zu vertrauen. So war es naheliegend, den Pegasus mit der Technik Baustahl/Drahtgeflecht transparent zu gestalten, so dass er sich nachts in Licht getaucht in eine Traum- bzw. Lichtgestalt verwandelt.

Vita & Ausstellungen

  • 1979 in Landau (Rheinland Pfalz) geboren.
  • Nach dem Abitur Studienaufenthalte in England (Schwerpunkte Ölmalerei und Keramik), Würzburg (bei Frédéric d`Ard) und bei Elisa Corsini in Italien.
  • In den Werkstätten von Pietrasanta Auseinandersetzung mit den dort gezeigten Werken von Hans Arp, Fernando Botero und Marino Marini. Es entstehen mehrere Marmorarbeiten.
  • 2002 Aufnahme des Studiums an der Akademie der Bildenden Künste München.
  • Im Laufe der Jahre an der Akademie entwickelt Stefanie eine Vorliebe für große Gips- und Drahtgeflechtskulpturen. Es entstehen u.a. „Salome“ und lebensgroße Pferdefiguren.
  • Aus der Verbindung von Stahl, Draht und Beleuchtung entstehen Lichtskulpturen mit mythologischem Hintergrund.
  • Bereits während des Studiums erste Ausstellungen u.a. bei den Hohenloher Kulturtagen, Galerie Richter & Masset in München, Jahresausstellungen der AdBK München, Frankenhalle Nürnberg, Parkkunst Waldenburg, chapter 1 art gallery Kitzbühel, im Seidlpark an der Münchner Freiheit u.a.
  • 2010 Pegasus bringt das Licht als Abschlussarbeit an der Akademie der Bildenden Künste mit lebensgroßen geflügelten Pferdekörpern aus Stahl und Drahtgeflecht.
 
  • 2011 Die Faszination der Künstlerin für die Kraft, Schönheit und Dynamik rund um den Themenkreis „Pferd“ hält an, nicht zuletzt inspiriert durch die Pferdedarstellungen Franz Marcs und der Künstler des Blauen Reiters in der Wahlheimat Murnau am Staffelsee. Sie führt zu weiteren Studienreisen nach Argentinien, Uruguay, Frankreich (Camargue) und Ungarn.
  • 2012-2014 Leben und Arbeiten in der Dominikanischen Republik. Beeinflusst durch die intensive Farbpracht der Karibik verstärkt sich die Rückkehr zur Malerei.
  • Konzentration auf Portraits mit Naturmaterialien.
  • 2014-2016 Leben und Arbeiten im eigenen Atelier in Nizza.
  • Verbindung von Malerei und Skulptur durch reliefartige Gestaltung der Bilder mit Gips. Es entstehen großformatige farbige Werke, überwiegend wieder Portraits.
  • Die andauernde Faszination rund um die Villa Renoir (Cagnes-sur-Mer) und den Skulpturenpark der Fondation Maeght in Saint-Paul-de-Vence lässt die Vision einer ähnlichen eigenen Plattform entstehen.
  • 2017 Rückkehr nach Murnau in die Seidlvilla „Riedwies“.
  • Wiederaufnahme des dortigen eigenen Ateliers und Planung einer Kunststätte.
  • 2018 Einzelausstellung „Sonadora“, Kunststätte Riedwies in Murnau.
  • 2019 Gruppenausstellung Atelier Ugo Dossi, Neuegling.
  • Ausstellung ‚Air Art‘ Parkgelände Kunststätte Riedwies in Murnau.